Der Wechsel zur M9
An dieser Stelle erscheinen normalerweise meine Podcastfolgen. Heute ist es aber etwas Anderes. Heute gibt´s mal einen Blogeintrag. Da ich sonst nicht blogge, wird es wohl eine Ausnahme bleiben.
Seit ca. 1 Jahr habe ich das Glück mit einer Leica M9 fotografieren zu können. Da es sich um eine Messsucherkamera handelt, brauche ich wohl nicht zu erwähnen, dass der Wechsel von einer DSLR zu der Leica sehr radikal ausfiel und mich Wochen, wenn nicht Monate Übungszeit kostete. Da nun ein Jahr mit der Leica M9 vergangen ist, ist die Zeit gekommen zu resümieren, ob der Wechsel das Richtige war. Kurz und knapp, JA. Es war richtig zu wechseln.
Es war aber nicht richtig, sich von dem DSLR-Equipment zu trennen. Warum ? Nach einem Jahr kann ich sagen, dass ich mehr als nur ein mal, mir wieder meine DSLR zurückgewünscht hätte. Wer gerne, wie ich, Menschen fotografiert und auf geringe Schärfentiefe setzt, der ist mit einem manuellen Fokus bei einer Blende von beispielsweise 1,4 nicht immer bestens bedient. Und zwar, wenn es sich beispielsweise um Kinder, wie meine Tochter handelt, die nicht einen Moment still halten können. Heute war wieder mal so ein Tag. Fotografieren, ohne das Kind anzuweisen still zu stehen und das bei manuellen Fokus bei f 1,4. Quasi unmöglich
Generell ist es bei meiner Leica so, dass Schnellschüsse eher länger dauern können als bei einer DSLR mit schnellen Autofokus. Aber für Schnellschüsse ist eine Leica auch nicht gebaut. Von daher steht jetzt eine Erweiterung meines Kameraequipments ins Haus.
Habe ich mich vor einem Jahr von meiner Canon und der passenden Objektivsammlung getrennt, so darf ich wieder an dem Aufbau meines Sekundärequipments arbeiten. Das Gute daran ist, dass ich völlig unbelastet und frei zwischen den beiden Marktführern Nikon und Canon wählen kann. Fest steht nur, dass es ein Vollformat sein muss. Da es meiner Kenntnis nach, noch keine Vollformat-DSLR mit einem schwenkbaren Display gibt (ich lass mich aber gene belehren), gibt es für mich auch keinen Grund einem bestimmten Hersteller einen Vorsprung einzuräumen.
Nun. Ich freue mich auf die kommenden Wochen der Entscheidungsfindung. Und werde über meine Beweggründe für ein bestimmtes Modell berichten.
Danke, dass Du die Seite von Black-Pixel-Cast, dem Fotopodcast für Bildgestaltung und Schwarz-Weiss-Fotografie, besuchst. Mein Name ist Thomas Gutscha und ich freue mich über Deinen Kontakt oder Feedback. Und jetzt wünsche ich Dir viel Spass mit den Beiträgen auf dieser Seite.
Ich kann Deiner Meinung zur M, ich habe eine M8, nur zustimmen. Zum Glück habe ich meine DSLR nicht verkauft, und nach Deinem Blog werde ich das auch nicht tun. Luxus ist, in beiden Welten zu leben. Und manchmal ist einfach kein Leica Tag.
Ha, das steht mir auch bevor. Und auch ich hab überlegt, ob ich meine kleine Knipse behalten soll oder mir ne zweite vollformatige zulegen. Für mich käm fast nur die D700 in Frage, weil sie mich auch im Düsteren überzeugt und ich eh ohne Blitz unterwegs bin. Letztendlich ist das aber wurscht: 5D oder D700 sind erschwinglich, super Geräte und als “Ersatz” fast überdimensioniert. Ich glaub, ich werd mir auch eher ne Kompakte oder Micro dazuholen, denn die großen Boliden bin ich irgendwie Leid…